Ausbeutefahnen

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Rechts abgebildet ist die Ausbeutefahne der Grube "Kranich".

Die Grube war schon seit 1678 in Betrieb genommen worden. Nach einigem Auf und Ab setzte 1809 eine Ausbeuteperiode ein, die bis 1864 anhielt. Die Buchstaben nennen den OberBergMeister Johann Heinrich Jahn. [HDnt-1]


Ausbeutefahne

Ausbeutefahne [HDnt-1]




Ausbeutefahnen

Die Ausbeutefahnen waren im Oberharz zwischen dem 17. und 19.Jh. das visuelle Zeichen einer mit Gewinn arbeitenden Grube. Im ersten Jahr in dem die Grube einen Überschuss, Ausbeute genannt, erzielte, wurde auf dem Gaipel diese blecherne Turmfahne aufgestellt. Sie trug die Symbole „Schlägel und Eisen“ oder ein Wappen, den Namen oder die Anfangsbuchstaben der Grube und das Jahr, in dem sie aufgestellt wurde, und war mit allegorischen Darstellungen und Ornamenten verziert.

In Anwesenheit aller Beteiligten und Gäste wurde zunächst der Rechnungsabschluss verlesen und die Höhe der Ausbeute bekannt gegeben und anschließend die Ausbeutefahne auf den Gaipeldach aufgerichtet. Der Schichtmeister zahlte anschließend den Ausbeutethaler an die Kux-Inhaber (Anteilseigner) aus.

 

Die Ausbeutefahnen waren offensichtlich im europäischen Raum nur im Oberharz gebräuchlich.
[ vgl. HDnt-1 ]

 

 


 

 

Kux : Einer von meist 128 Anteilen des Bergwerks

Ausbeutethaler: die aus der ersten Silber-Ausbeute geschlagene Münze.

Gaipel: auch Göpel genannt; das Gebäude über der Schachtmündung in dem sich der Antrieb, meist durch Pferde, für die Fördermaschinen befand.

 

 

 

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