Geschichte(n)

Braunlage

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Skisport in Braunlage

 

Im Jahre 1883 ließ sich der Oberförster Ullrichs die ersten Skier nach norwegischem Vorbild anfertigen. Diese Schneeschuhen sollten ihm und seinen Kollegen helfen sich im winterlichen Forst fortzubewegen. Er stellte schnell fest, dass diese Fortbewegungsart auch Freude und Entspannung bringen konnte.

Er erhielt die Zustimmung u.A. von dem ortsansässigen Arzt Dr. Alfred Vogler, der das Schneeschuhlaufen für Sanatoriumsgäste als Wintertherapie anbot, und von dem Lehrer Karl Strauss, der seine Schüler für diesen Sport begeisterte. Und kurz über lang hatte sich in Braunlage die Wintersaison etabliert.

Im Jahre 1892 Ullrichs den bis heute existierenden Skiklub Braunlage. Er gehört damit zu den ältesten Deutschlands. Kurze Zeit später gründete er auf dem Brocken den Oberharzer Skiklub (OHSK) als Dachverband. Der Deutsche Skiverband wurde 1905 gegründet.

 

Danach forderte fast jeder Harzort mit einem Winterfest zum Schlittenfahren und Schneeschuhlaufen.

 

Nachdem Braunlage 1908 die neue "Sprungbahn für Schneeschuhläufer" , heute die Brockenwegschanzen, erbaut hatte, erhielt Braunlage den Zuschlag das XI. Winterfest des OHSK. Die Veranstaltung fand am 22. bis 24. Januar 1909 statt. Die 25m lange Sprungbahn sollte Sprünge bis zu 30m erlauben. Tatsächlich sprang der Schwede Agnar Rehnberg 29m.  Er erhielt auch die besten Bewertungen in Haltung und Stand.  Mit dem "Goldenen Ski" für der "Meisterschaft aus Deutschland", eine Kombination aus Lang- und Sprunglauf, wurde Dr. Rudolf Bieler aus Freiburg/Br.(Schwarzwald) geehrt.
Auch wenn kein Braunlager zu den sportlichen Siegern gehörte, so war man sich sicher, dass der Ort einen Meilenstein in der Wintersportgeschichte gesetzt habe.

[nach Karl-Günther Fischer; Braunlager Zeitung; 2/2009 ]

 

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